Uganda

Land mit bewegter Geschichte –
und großen Chancen für die Zukunft

Über Uganda und die jüngere Geschichte des Landes

Winston Churchill wird gerne zitiert. Der Ministerialbeamte, der Tourismusmanager, der Reiseführer. Als Churchill um die Jahrhundertwende ins britische Protektorat Uganda kam, nannte er das ostafrikanische Land die „Perle Afrikas". Vierzig verschiedene Völker bewohnen ein fruchtbares Land, fast so groß wie die alte Bundesrepublik – ein Land, in dem ein Sechstel der Fläche von Wasser und Sümpfen bedeckt ist.

Churchill hat aber noch etwas anderes über Uganda gesagt: einen Satz, den kaum jemand zitiert, und doch wirkt er heute wie eine self-fulfilling prophecy: „Uganda ist zu schön, um wahr zu sein. Hinter dem schimmernden Äußeren verbirgt sich etwas Unheilvolles... eine Ahnung unbeschreiblicher Unterdrückung, wie eine Wunde, die nicht heilt, wie eine eiternde Schramme." Das Land sei, so der junge Journalist, der später zu Weltruhm gelangen sollte, „wie ein Garten voll Sonnenschein und tödlichen Nachtschattens". Uganda wurde 1962 vom Vereinigten Königreich unabhängig. Uganda liegt am Viktoriasee. Im Norden grenzt es an den Südsudan, östlich grenzt es an Kenia, südlich an Tansania und Ruanda, westlich ist die Demokratische Republik Kongo.

Die Wunden der Diktaturen

In der Zeit von 1966 bis 1986 unter den Regierungen von Milton Obote und Idi Amin war das Land geprägt von einem autoritären Regierungsstil, Gewalttätigkeiten, schwersten Menschenrechtsverletzungen, bürgerkriegsartigen Zuständen und einem wirtschaftlichen Niedergang.

Seit 1986 wird das Land von Yoweri Kaguta Museveni regiert. 1986 begann die Lord's Resistance Army unter der Führung von Joseph Kony ihre Widerstandsbewegung, in dessen Zeit Menschen gefoltert, Dörfer verbrannt und Kinder und Jugendliche entführt wurden. Das Ziel dieser Bewegung war es, den Präsidenten abzusetzen und ein auf den Zehn Geboten der Bibel begründetes, christliches Regime in Uganda zu etablieren. Innerhalb zweier Jahrzehnte rekrutierte die LRA ungefähr 66.000 Kinder und Jugendliche als Soldaten, Sklaven und "Ehefrauen" für ihre "Armee". 1996 mussten ca. 1,8 Millionen Menschen auf Veranlassung der ugandischen Regierung in Flüchtlingslager (Camps for Internally Displaced Persons) ziehen, wo ihnen Schutz versprochen wurde und wo sie jedoch von humanitärer Hilfe abhängig waren.

Zehn Jahre später verschlechterte sich die Situation in den Camps dramatisch und sie waren gekennzeichnet von Krankheit, Fehlernährung und furchtbaren hygienischen Bedingungen.

Uganda heute

In den letzten Jahren ist der Großteil der Binnenflüchtlinge wieder in die Dörfer zurückgekehrt, jedoch mit begrenzter Schulbildung, Arbeit, Landstreitigkeiten und mit wenig Hoffnung auf ein normales Leben. Es setzt eine gewisse Beruhigung und wirtschaftliche Erholung ein. Der Süden des Landes wird inzwischen wieder gern von Touristen besucht, in den nördlichen Grenzprovinzen ist seit 1999 von keinen Übergriffen auf Ausländer mehr berichtet worden.

Seit einigen Jahren gibt es große internationale wirtschaftliche Interessen an den Rohstoffen des Landes. Aber auch innerhalb des Landes entstehen kleine Start Ups, Handwerksbetriebe und kleine Gruppen, die Ideen umsetzen, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die Mitglieder der Emmanuel Group sind ein solches Beispiel. Die Frauen und Männer kommen vorwiegend aus dem Norden des Landes und haben sich in Kampala zusammengetan, um ihre handwerklichen Fähigkeiten einzusetzen.

Und wir können einen kleinen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit und für eine nachhaltige, friedliche Zukunft der Menschen leisten. Als wertschätzende Abnehmer Ihrer Produkte geben wir Ihnen die Möglichkeit, sich eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen und für ihre Familien zu sorgen. Und unterstützen den Aufbau von Wertschöpfungsketten vor Ort, die über die Zeit und Stück für Stück wachsen. Vielleicht hilft die kontinuierliche Unterstützung den Gruppenmitglieder eines Tages, in ihre Dörfer im Norden Ugandas zurückzukehren.

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